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Widerstand gegen die “Widerstandskämpfer”

Oft findet man in der heimischen Berichterstattung zum Thema Afghanistan Tendenzen, die ISAF-Truppen als Besatzungsmacht darzustellen. Verursachen die ausländischen Truppen bedauerliche Kollateralschäden, wird mit keinem Wort erwähnt, dass es sich dabei um irrtümlich ausgelöste Vorfälle handelt, und die Taliban - so zu legitimierten "Freiheitskämpfern" hochstilisiert - nicht weniger zivile Opfer unter den Afghanen verursacht haben, und das mit voller und bösartiger Absicht.

Auch unter den lieben unbedarften Mitbürgern mehrt sich der Hang dazu, die eigenen Truppen in Afghanistan als "Vollstrecker" eines amerikanischen "Kreuzzuges" zu sehen und den Taliban das Recht zuzusprechen, "Afghanistan gegen die Invasoren zu verteidigen".

Fakt ist, dass die Taliban sich mehrheitlich aus den paschtunischen Bevölkerungsschichten Afghanistans rekrutieren. Diese machen etwa 40% der Bevölkerung aus und leben hauptsächlich im Süden und Osten des Landes. Ein weiterer "Human ressources pool", wie Ökonomen sagen würden, stellt dar, was im englischen Sprachraum allgemein als NWFP bezeichnet wird: Die Pakistanischen Northwestern Frontier Provinces, wie etwa die abtrünnige Provinz Waziristan, die mehr und mehr zum Hauptkriegsschauplatz des "Kriegs gegen den Terror wird". Dort können die Militanten fast ungestört schalten und walten.

Fakt ist aber auch, dass die Taliban während ihrer fünf Jahre währenden Herrschaft in Afghanistan, was derzeit oft in Vergessenheit gerät, die anderen Bevölkerungsteile wie Usbeken, Tadschiken und Turkmenen unterdrückten. Diese machen 60% der Afghanen aus. Viele von ihnen, erschrocken davon wie radikal die Taliban tatsächlich waren, schlossen sich sogar in einem Widerstandsbündnis zusammen, das 2001/2002 mit Hilfe ausländischer Spezialeinheiten, darunter auch das Deutsche Kommando Spezialkräfte, Afghanistan schließlich zurückeroberte. Für diese 60% macht es keinen Sinn, die Taliban zu unterstützen - wo sie nur wenige Jahre zuvor noch gegen sie gekämpft haben. Auch Umfragen belegen die Unterstützung, die die Ausländer in Afghanistan genießen.

Wer es immer noch nicht glauben mag, kann auch handfeste Beweise dafür bekommen, dass sich der Widerstand gegen die heroischen "Widerstandskämpfer" unter den Afghanen verstärkt: So berichtete etwa unlängst Associated Press über einen Vorfall in der Provinz Faryab, wo Dorfbewohner zwei Taliban töteten und ein gutes Dutzend in die Flucht schlugen, als diese versuchten, Entwicklungshelfer zu entführen, die in dem Dorf einen Brunnen bauen wollten. 

Ergo: Die Taliban mögen vieles sein - grausam, rücksichtslos, rückständig - aber sie sind keine Widerstandskämpfer, die für die Befreiung Afghanistans kämpfen. Denn das würde voraussetzen, dass sie die Unterstützung der Bevölkerung hätten, und diese auch den Drang danach verspüren würde, von ihrer demokratisch gewählten Regierung befreit zu werden.




“Lass Hirn vom Himmel regnen…”

Manchmal glaube ich, die Kategorie "Hingucker" in "Gehirnfürze" umbenennen zu müssen. Wie bereits bekannt sein sollte, fand heute in Afghanistan ein verheerender Anschlag mit vielen Toten statt. Wie es um unser Land bestellt ist, zeigt sich in den Kommentaren in den Leserkommentaren zu Medienberichten darüber…Beispielsweise meint ein intelligenter Mitmensch auf WELT ONLINE:

FFF meint:
07.07.2008, 15:15 Uhr
Ich zweifle sehr stark das dahinter die Taliban stecken, ich denke es hat was mit den Wahlen zu tuen. Amerika führt in Afgh. wieder false flag Anschläge aus. Ich bin mir sicher das die letzten Anschläge von den USA organisiert wurden ,dadurch sollen die Demokraten dazu bewegt werden weiterhin militärisch vorort Präsent zu sein.
Heul. Brecht sagte mal etwas von Alpträumen, die er bekam, dachte er des Nachts an Deutschland…




Die Islamisierung Englands

Die britische Höflichkeit gilt als vorbildlich in Europa. Jahrzehnte lang waren die Briten so höflich, jede Menge hauptsächlich muslimische Einwanderer auf ihre Insel zu lassen - jetzt wird absehbar, was für Folgen es haben kann, wenn christliche und muslimische Kulturen aufeinanderprallen. Und, welche die aggressivere ist.

Hier eine kleine Kollektion von "für sich sprechenden" Pressebeiträgen über das ‘friedliche’ Zusammenleben der ‘Islam heißt Frieden’-Jünger und ihren britischen Gastgebern…

Onlineforex

Der (muslimische) Britische Entwicklungsminister Shahid Malik beklagte die "Dämonisierung von Muslimen, die sich als die Juden von Europa fühlen". Ganz abgesehen davon, dass dieser Vergleich antisemitisch und geschmacklos ist, muss sich Herr Malik darüber nun wirklich nicht wundern…Man möge folgendes studieren.

Dailymail

Nicholas Phillips, Lord Chief Justice of England and Wales und damit oberster Richter des Vereinigten Königreichs hat sich dafür ausgesprochen, das islamische Gesetz, die Shari’a als Nebenrecht für Zivilsachen einzuführen - außergerichtliche Einigungen könnten damit auf Basis eines Kodex geschlossen werden, der unter anderem Steinigung und Amputation als Strafen vorsieht. Lord Phillips Aussage ist ein Einknicken vor der wachsenden muslimischen Lobby auf der Insel. Spätestens mit der Umsetzung dieses Vorschlags würde es nicht mehr lange dauern, bis die Shari’a auch als reguläres Nebenrecht einzuführen - auf dessen Basis Ehen geschlossen und geschieden und wer-weiß-was-sonst-noch getrieben werden könnte…Wer wissen will, wie viel Spaß das macht, muss sich nur mal Saudi Arabien ansehen. Allerdings sind sie da schon weiter, in der Regel wird dort nicht mehr gesteinigt sondern ein Krummsäbel zur Vollstreckung der Todesstrafe genutzt - beispielsweise, wenn ein Muslim etwas alkoholisches trinkt.

Telegraph

Ein Lehrer bestrafte zwei 11- und 12-jährige christliche Schuljungen, weil sie im Religionsunterricht nicht zu Allah beten wollen. 

Dailymail

 

Dieser kleine Wauzi, ein neuer schottischer Polizeihund, sorgte unlängst für einen Riesenärger mit schottischen Muslimen: Die Polizei versandte eine mit seinem Konterfei geschmückte Postkarte an alle Bürger des Tayside-Distrikts um sie daran zu erinnern, dass unlägst eine neue Notrufnummer eingeführt worden war. Muslime glauben aber, dass Hunde unreine Wesen sind, und die armen zartbesaiteten Muselmane fassten die Postkarte deswegen prompt als absichtliche Beleidigung auf.

SPIEGEL

Dazu passend: Weil Hunde ja so unrein sind, sollen britische Polizeihunde ab sofort Schuhe (?!) tragen, um Muslime nicht in ihren Gefühlen zu verletzen.

Dailymail

Nach dem Ritterschlag für den seit Jahrzehnten für seine islamkritischen Äußerungen bedrohten Autor Salman Rushdie protestieren tausende britische Muslime, skandierten Sprüche wie "Tod dem Heiden Salman Rushdie" und "Allah möge die Queen verfluchen" und verbrannten Flaggen. 

Times

Unglaublich, aber wahr: Mittlerweile sind nicht mehr Muslime das Ziel von Diskriminierung durch Weiße, sondern Muslime diskriminieren Christen. Mehr als zwei Drittel aller britischen Schulkinder gab unlängst an, von muslimischen Mitschülern schikaniert zu werden. 

Welt Online

 

Nur damit alle Klarheiten beseitigt sind: "Köpft jene, die den Islam beleidigen" - "Massakriert jene, die den Islam beleidigen" - "Als Muslime stehen wir vereint wir sind bereit zu kämpfen"

Noch Fragen? 

Britische (wie der Artikel richtig erwähnt aber auch Deutsche) Muslime lehnen zunehmend Demokratie und Rechtsstaat ab. Viele befürworten Gewalt, um "Verstöße" gegen religiöse Gesetze zu ahnden. Selbst der größere Teil der Befragten, die Gewalt ablehnen, würden sich weigern mit der Polizei zusammenzuarbeiten. 

London Paper

In nur sieben Tagen wurden in London zwei Männer und eine Frau mit Benzin übergossen und angezündet - Grund für die feigen Anschläge: Die drei Opfer waren interreligiöse Beziehungen eingegangen. Letztes Opfer: Ein 20-jähriger Hindu, der in eine junge Muslima verliebt war. Nun kämpft er ums Überleben.

To be continued, würden die Briten sagen…




EU will Illegale Einwander legalisieren

Nach dem verlorenen Referendum in Irland, dass den an und für sich notwendigen EU-Vertrag von Lissabon auf der Überholspur ausbremste, musste man sich doch wundern ob der Ratlosigkeit der hohen Herren aus Brüssel und Straßbourg, warum es dazu gekommen war. Irlands "NO!" war ganz eindeutig ein Stellvertreterkrieg, ein "Nein" gegen den Zwang, alles was sich die EU so ausdenkt widerstandslos abzunicken, und nicht ein "Nein" gegen den Vertrag, dessen Inhalt ohnehin kaum jemand kannte.

Die EU muss sich nicht wundern, wenn ihre Völker gegen sie aufbegehren: Mehr und mehr bekomme ich das Gefühl, dass der Vorwurf von Rechts- und Linksaußen, die Union mutiere zur Diktatur, nicht ganz unberechtigt ist. Oft werden Maßnahmen beschlossen, durch die nationale Parlamente bloß zu Vollstreckern der EU-Politik degradiert werden - wobei man befürchten muss, dass unsere kopflose politische Kaste in Berlin ohnehin den Unsinn begrüßt hätte, der heute in Cannes beschlossen wurde: Denn heute gaben die 27 Innenminister einer Initiative grünes Licht, die aus "wirtschaftlichen" oder "humanitären" Gründen eingereiste Illegale Einwander legalisieren soll. Zehntausende illegale Einwanderer kommen jedes Jahr nach Deutschland. Für diese Möglichkeit sind DDR-Bürger in den Tod gegangen. Jetzt soll Migranten aus humanitären oder wirtschaftlichen Gründen einfach so mir-nichts-dir-nichts eine Aufenthaltsgenehmigung und das Recht zum Erwerb der Staatsbürgerschaft garantiert werden? Was wie ein Fortschritt klingt, ist ein gewaltiger Rückschritt: Es nimmt uns die Möglichkeit zu bestimmen, wer in dieses Land kommen darf und wer nicht. In Zukunft wird jeder, der vorweisen kann aus den genannten Gründen hierherzukommen (also vorzugsweise Afrikaner, Asiaten und Araber) nicht mehr fortgeschickt werden können, selbst wenn er reihenweise Gesetze gebrochen hat.

Dieser Entwurf steht im krassen Gegensatz zu den Plänen des französischen EU-Ratspräsidenten Sarkozy, Europa zur "Festung" gegen illegale Einwanderer auszubauen - oder vielleicht auch nicht? Das ganze mutet dann doch eher wie ein Ablasshandel an: Wir lassen niemanden mehr rein - was ja schön wäre - und dafür dürfen alle bleiben, die schon da sind - quasi als moralische Rechtfertigung. 




Fakten zur Ausländerkriminalität

Dass ausgerechnet das primitive Massenblatt BILD einmal brauchbare Fakten zu wirklich strittigen Themen bringen würde, erstaunte mich schon sehr. Tatsächlich getraute sich ein BILD-Autor darauf hinzuweisen, welch krasse Ausmaße die von Migranten ausgehende Kriminalität angenommen hat. Auch gestattet sich der Schreiberling den süffisanten Hinweis darauf, wie beschönigend die Polizeiliche Kriminalstatistik, kurz PKS *), mit dem Problem Ausländerkriminalität umgeht, und schon in der Nomenklatur andeutet, es gebe ein solches Problem gar nicht: Schließlich ermittelt die PKS nur die Nationalität von "Tatverdächtigen". Ich würde mich nicht wundern, wenn diese statistische Arbeitsmethode bald von Gutmenschen auch noch so ausgelegt würde, dass die Polizei es überproportional auf Ausländer abgesehen hat…

Selbst die BILD weiß es mittlerweile: Ausländer bescheren der Polizei im Vergleich mehr Arbeit als Deutsche (Foto: Pixelio) 

Belassen wir es aber bei Fakten:  Fakt ist, dass 8,8 Prozent der Bevölkerung - das sind 7,2 Millionen Menschen - ausländischer Herkunft und ohne Deutsche Staatsbürgerschaft sind. Fakt ist, dass insgesamt 17 Prozent der Bevölkerung in erster, zweiter oder dritter Generation von Migranten ausländischer Herkunft abstammem und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Die PKS erfasst aber nur, wer die Deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und wer nicht, sprich, sie "denkt" in 8,8 und 91,2 Prozent-Kategorien. Auch Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft, und das sind auch nicht wenige Menschen in unserem Land, werden als Deutsche aufgeführt. Gebürtige Deutsche werden somit diskriminiert, da gar nicht erfasst wird, ob von den aufgeführten 17 Prozent nicht vielleicht auch eine größere kriminelle Energie ausgeht.

Unlängst hatte ich den SPD-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Innenausschusses darauf aufmerksam gemacht, dass der Bund Deutscher Kriminalbeamter eine Änderung dieser Prozedur schon vor geraumer Zeit angemahnt hat. MdB Edathy schrieb mir, er sehe keinen Grund dazu, und überhaupt sei es für die Bürger nicht von Belang zu wissen, welcher Nationalität ein Tatverdächtiger sei.

Ich gedenke zu beweisen, dass dem so ist. Nochmal: Wir vergleichen hier, wie viele Tatverdächtige aus den - ethnopolitisch vielleicht so nicht korrekt bezeichneten - Volksgruppen Deutscher und Ausländischer Mitbürger kommen. Wir vergleichen, wie viele Täter im Berichtszeitraum der PKS aus der Gruppe von 7,2 Millionen Ausländern kamen und wie viele aus der Gruppe von etwa 75 Millionen "Restdeutschen".

Die Differenz ist frappierend: 2.284.127 Tatverdächtige ermittelte die Polizei im Berichtsjahr der PKS 2006 (die PKS für 2007 ist noch nicht voll veröffentlicht worden), 503.037 davon waren Ausländer, das heisst, 22 Prozent der Tatverdächtigen kamen aus einer Bevölkerungsgruppe von Menschen, die gerade einmal 8 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen ausmachen. Einzeln aufgeschlüsselt ergeben sich noch haarsträubendere Ergebnisse bezüglich des Anteils nichtdeutscher Tatverdächtiger an der Gesamtzahl der Verdächtigen:

◘ Mord/Totschlag: 28 Prozent

◘ Vergewaltigung/sexuelle Nötigung: 29,6 Prozent

◘ Raub: 28,9 Prozent

◘ Schwerer Diebstahl (bspw. mit Gewaltanwendung/-androhung): 22,4 Prozent

◘ Einfacher Diebstahl: 20 Prozent

◘ Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Handel mit/ Besitz von Drogen): 23,4 Prozent

◘ Betrug: 19,2 Prozent

◘ Urkundenfälschung: 40,9 Prozent

In manchen Bundesländern ist der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen sogar noch weitaus höher als im Bundesdurchschnitt; In Bayern, Baden-Württemberg und Berlin wird rund ein Drittel aller Verbrechen von "Nichtdeutschen" begangen, in Hessen sind es genau stolze 33 Prozent.

Eine gute Methode, um zu ermitteln, ob Angehörige einer Gruppe der Bevölkerung (z.B. Frauen, Alte, Jugendliche, Ausländer und so weiter) im Durchschnitt krimineller sind als andere, ist eine Häufigkeitsrechnung mit der Tatverdächtigenbelastungszahl. Sie stellt dar, wie viele Menschen von 100.000 Personen einer Volksgruppe im Berichtszeitraum der PKS eines Verbrechens verdächtig waren.

Wendet man die Formel TVBZ  = (Anzahl Tatverdächtige x 100.000)/ Personen der Volksgruppe insgesamt auf Deutsche Tatverdächtige an, so ergibt sich folgender Wert:

1.781.090 x 100.000/ 75.006.528 = 2.374

Macht man das gleiche mit der Zahl ausländischer Tatverdächtiger, ergibt sich folgender Wert:

503.037 x 100.000/ 7.237.472 = 6.950 

Streng genommen muss in beiden Rechnungen noch die Zahl der Kinder unter acht Jahren abgezogen werden, dies drückt die Ergebnisse aber nur bedingt nach oben. Jedoch zeigt der Wert eines deutlich: Waren im Jahr 2006 rund 3.000 von 100.000 Deuschen verdächtig, ein Verbrechen begangen zu haben, so waren es beinahe beinahe 7.000 von 100.000 Ausländern. Somit kann man getrost den Schluss ziehen, dass man sich nicht als Nazi beschimpfen lassen muss wenn man darauf verweist, dass Ausländer im Schnitt verglichen mit Deutschen "dreimal so kriminell" sind. Auch ist meines Erachtens nach aufgrund dieser Rechnung der Schluss zulässig, dass auch zwischen gebürtigen Deutschen und Deutschen mit Migrationshintergund in der PKS ein wie auch immer gearteter Unterschied bestehen würde. Wäre die TVBZ für Deutsche mit Migrationshintergrund - die aus Gründen der politischen Korrektheit natürlich nicht ermittelt werden darf - ähnlich wie der Wert für ausländische Mitbürger, ergibt sich ein Dunkelzifferwert von rund 40 Prozent. Das würde bedeuten, dass Täter aus einer Volksgruppe, die weniger als 20 Prozent der Menschen in diesem Land ausmacht, beinahe die Hälfte aller Verbrechen begehen.

Eins steht fest, hellgrau auf dunkelgrau: Es gibt in diesem Land ein Problem mit Ausländerkriminalität. Wer dies verleugnet, lügt

*) Vorsicht: Integriertes .PDF-Dokument mit langer Ladezeit




Schwarz-rot-gold nein, Regenbogenflagge ja

Es ist ein Wochenende, an dem die Schwenker schwarz-rot-goldender Bundesflaggen und dem regenbogenfarbenen Banner der Schwulen und Lesben gleichermaßen feiern in Deutschland: Zum einen findet heute Abend das EM-Finalspiel zwischen Deutschland und Spanien statt, nachdem der stille Held Phillip Lahm am vergangenen Mittwoch in letzter Minute das rettende 3:2 gegen die Türkei geschossen hatte. Außerdem ist Christopher Street Day, der jährliche Demonstrations-, Feier- und Gedenktag der Homo- und Transsexuellen in aller Welt. Leider ging es bei letzterem Ereignis zumindest im Ausland nicht allzu friedlich zu, und Rechtsradikale griffen die Parade zum tschechischen und bulgarischen Pendant des CSD an.

Das zu vergleichbaren Konflikten es hier nicht kommt, dafür sorgen die bundesbürokratischen Entscheidungsträger mit ihrem Hang zu politischer Korrektheit; So untersagte unlängst der Polizeipräsident von Berlin, Dieter Glietsch, seinen Beamten, die deutsche Flagge als Zeichen ihrer Unterstützung für die Elf von Bundestrainer Joachim Löw an den Streifenwagen anzubringen. Dies verletzte das Gebot zur Neutralität, zu der jeder Polizeibeamte angehalten sei. Gleichzeitig aber lässt Glietsch vor dem Gebäude des Polizeipräsidiums Regenbogenfarben hissen. Damit zeige die Berliner Polizei ihre Bereitschaft, „unterschiedliche Lebensweisen der Menschen in der Hauptstadt zu akzeptieren, ihnen ohne Vorurteile und Vorbehalte zu begegnen und das ihr Mögliche zu tun, um sie vor vorurteilsmotivierter Kriminalität zu schützen“, sagte der oberste Schutzmann Berlins.

 

Schwarz-rot-goldene Fußballbegeisterung? Unerwünscht bei den SchuPos in Berlin (Foto: FlickR) 

Für die Berliner CDU-Opposition und auch die Polizeigewerkschaft ein Unding. Mit Hinweis auf das Glietsch’e Statement zum Thema Neutralität erklärte Frank Henkel, Innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, seinen Unmut darüber wie hier mit zweierlei Maß gemessen werde, und warf Glietsch mangelnde Toleranz und Spießigkeit vor.

Die Polizeigewerkschaft kritisierte hingegen das Hissen der Regenbogenflagge. Harte Polizeiarbeit und Präventionsprojekte gegen Kriminalität gegen Homosexuelle würden Schutz gewährleisten und nicht das Hissen einer Fahne. Jetzt fehle nur noch die Anweisung, das Symbol der Schwulen und Lesben an den Dienstfahrzeugen zu befestigen, nachdem der Polizeipräsident Dieter Glietsch die Nationalfahnen zur WM und EM verboten hatte, so die Gewerkschafter.

Und Recht haben sie allemal. Seine Offenheit für alternative Lebensformen zu bekunden ist das eine, und es ist sicher begrüßenswert, dass der Staat das tut. Anderseits ist es ein Unding, dass Polizisten nicht die Flagge des Staates zeigen dürfen, dem sie dienen - und sei es nur vier Wochen lang für König Fußball. Vielleicht war sich Glietsch aber auch der Tatsache bewusst, dass es in Berlin manche Viertel gibt, in die sich die Polizei kaum noch traut - dank der immensen Toleranz der "Mitbürger südländischen Aussehens", denen es täglich Toleranz entgegenzubringen gilt - und erst recht nicht mit Deutschlandfähnchen. Auch dürfte auf sein Vorpreschen die sexuelle Orientierung seines obersten Dienstherren nicht ohne Einfluss sein: Berlins regierender Bürgermeister Klaus "Wowi" Wowereit ist bekennender "Und das ist auch gut so"-Schwuler.




Rechtsextremismus-Studie: Eine Polemik

Durch die Medien geistert seit einigen Tagen das Ergebnis zweier Studien der mit der SPD verbandelten Friedrich Ebert - Stiftung, die den Rechtsextremismus "in der Mitte der Gesellschaft" angekommen sehen. Unter dem schmutziggraubraunen Header "Der Braune Sumpf" des SPIEGELs erklären die Autoren der Studie Elmar Brähler und Oliver Decker, dass das Wort Rechtsextremismus gar obsolet geworden sei, da "Extremismus" ein Randphänomen bezeichne und kein breit vertretenes Gedankenkonstrukt, zu dem gerade der Rechtsextremismus in Deutschland sich entwickelt habe. 

Zu dieser Studie wurden mehrere tausend Menschen in Ost- und Westdeutschland befragt und mit "Clear choice"-Fragen konfrontiert, also á la "Schnee ist weiß. Stimmen Sie dieser Aussage zu oder nicht?". Nun kann man nicht leugnen, dass die Zustimmung zu manchen Aussagen mehr als bedenklich ist. So meinten laut SPIEGEL etwa 15,8 Prozent der Befragten in Westdeutschland, Juden arbeiteten mehr als andere Menschen mit üblen Tricks um ihre Ziele zu erreichen. In einem anderen Fall stimmten mehr als 14% der Befragten der Aussage zu, Deutsche seien anderen Völkern überlegen. Das ist natürlich unsäglich.

Andere Fragestellungen, die Durchführung der Studie und die Medienberichterstattung darüber geben aber gelinde gesagt Anlass zu Kritik und zeigen auf, wie manipulativ der vielleicht sogar unbeabsichtigte Satzbau EINES Autors auf viele Leser wirken kann. Der betreffende SPIEGEL-Schreiberling beispielsweise schrieb mitnichten, dass 15,8% der 2500 Menschen, die in Westdeutschland befragt wurden, dieser Aussage zustimmen würden - für ihn stimmten gleich 15,8 aller Westdeutschen dem antisemitischen Statement zu.

Gut ist, dass wenigstens erwähnt wird dass die Autoren selbst einräumen, ihre Studie lasse keine statistische Verallgemeinerung zu (wenngleich die Medien genau diese Verallgemeinerung doch schon in den Schlagzeilen vorwegnehmen!). 

Die Studie selbst wartet mit Fragen auf, an denen man erkennen kann, dass die Autoren nur "auf den richtigen Knopf gedrückt haben", um eine Auslegung treffen zu können die der Erwartungshaltung an eine entsprechende Arbeit gerecht wird: Nämlich eine besonders drastische.

So werten die Autoren als Beleg für ein verfestigtes rechtsextremes Gedankenbild in der Deutschen Gesellschaft beispielsweise die Zustimmung der Befragten zu folgenden Aussagen: 

15% der Befragten denken, dass ein Politiker [das autosuggestive Wort "Führer" der Originalfassung habe ich bewusst ersetzt], der mit starker Hand regiert, besser sei für das Wohl des Landes. 

Nun, darüber kann man sicherlich streiten. Was man hingegen nur unterstellen kann ist eine faschistoide Motivation zur Zustimmung dieser Aussage - sonst wären die Menschen in präsidial regierten Ländern wie Frankreich und den USA verdammt faschistisch. Viel eher ist der Grund für die Zustimmung die gefühlte Lähmung, die von den totdemokratisierten Kompromissen ausgeht, welche von wackeligen Koalitionen ausgehend seit einem Jahrzehnt die Geschicke dieses Landes bestimmen.

Aus der  Zustimmung zu Aussagen wie "Der Nationalsozialismus hatte auch gute Seiten" lesen die Autoren der Studie einen alarmierenden Handlungsbedarf heraus. Ich gebe mich pragmatisch und muss sagen: Ja, hatte er. Mag es moralisch nicht zulässig sein so zu argumentieren, so lässt es die Logik aber doch zu: Autobahnen sind für sich genommen eine tolle Sache, auf die heute niemand mehr verzichten möchte. Dadurch, dass sie lediglich an die Front führen sollten, erhalten sie den negativen historischen Kontext, der dieser Aussage den braunen Anstrich verpasst.  Die Frage ist: Haben sich die Autoren bemüht, diesen Gedankengang nachzuvollziehen?

Gleich 26% der pöhsen Befragten denken, dass es besser sei wenn es nur eine Partei gebe, die die Interessen aller vertritt. 

Auch hier bietet sich genügend Ansatzfläche, um einer bewussten Falschauslegung der Zustimmung zu dieser Aussage entgegenzutreten. Tatsache ist, dass die gemächliche Regierungsweise der Bonner Republik die Menschen eingelullt hat. Selten mussten sie sich mit Veränderungen befassen, selten mussten sie größere Reformen erdulden. Die Regierung Kohl legte den Grundstein für eine schwierige wirtschaftliche Lage, die die Regierung Schröder erst durch Nichtstun, dann durch blinden Aktionismus erheblich verschlimmerte und schließlich nur noch mit umfassenden Reformen in den Griff bekommen konnte. Reformen sind aber der natürliche Feind des Bundesdeutschen Spießbürgers. Dieser sah die Ansätze beider Volksparteien als gescheitert, und andere parallele Entwicklungen begünstigten die Ausweitung des Pluralismus. Auf einmal saßen fünf Parteien im Parlament statt dreien, die für sich genommen keine stabile Regierung mehr bilden konnten. Die Große Koaliton, die Deutschland seit 2005 regiert, kam aber aus den Gräben ihrer politischen Gefechte nicht mehr heraus und brachte das Land nicht wirklich weiter. Flügelkämpfe in den Parteien führen heute dazu, dass für ihre Wähler immer schwerer ersichtlich wird, welche Linie sie nun eigentlich vertreten. Angesichts dieser Ausgangslage kann man sehr wohl erkennen, warum es manchem Deutschen wohler wäre, dass "da oben" mal ohne Zwist regiert wird - dies geht aber wohl kaum, wenn sich gleich fünf Parteien um den Regierungsauftrag balgen.

Während neo-nationalsozialistische Gedankenmodelle für die meisten Menschen (die sie laut dieser Studie ja eigentlich zum Teil gutheißen müssten) doch eher etwas abstraktes sind, holen die Autoren weiter aus mit der Keule Ausländerfeindlichkeit. Das klingt schon eher griffig, nicht? Insgesamt 26,7% der Deutschen […so?!] würden demnach xenophobe Gedankenmuster hegen. Woraus die Autoren dies schließen, ist richtig interessant: Nämlich aus Aussagen, die, wenn man ein bisschen Übertreibung abzieht, durchaus nicht völlig einer Grundlage entbehren.

So stimmen beispielsweise "satte" 43,8% der Befragten der Aussage zu, Ausländer kämen nur nach Deutschland, um unser Sozialsystem auszunutzen.

Ersetzt man die Formulierung "um unser Sozialsystem auszunutzen" durch "um von unserem Sozialsystem zu profitieren", klingt das Ganze doch schon viel vertretbarer. Und stimmen tut es bis zu einem gewissen Grad auch: Man wandert ja wohl kaum in ein anderes Land aus, wenn man sich dort nicht irgendeine Form von Vorteil erhofft: Sei es der Anatolische Bauer der nach Deutschland zieht, um seine Familie ernähren zu können, oder der gebürtige Deutsche, der der höheren Gehälter wegen in die Schweiz entfleucht. Fakt ist, dass mittlerweile eher weniger Menschen aus Westeuropa oder Nordamerika nach Deutschland kommen. Vielleicht ist meine Vorstellungskraft begrenzt, aber welchen Grund sollten Osteuropäer, Afrikaner, Araber oder Asiaten sonst haben, nach Deutschland zu kommen, wenn nicht um dort eine bessere wirtschaftliche und soziale Situation vorzufinden und von ihr zu profitieren, abgesehen vielleicht davon, dass hier bereits Verwandte von ihnen leben? Dass es außerdem genügend "Sozialschmarotzer" ausländischer Herkunft gibt, ist bewiesene Tatsache, die sogar in entsprechende Gesetzesinitiativen zur Bekämpfung des Missbrauchs von Sozialleistungen durch Ausländer mündete.

Dass über 36% der Befragten der Aussage zustimmen, Deutschland sei in hohem Maße durch Ausländer überfremdet, kann man ihnen nicht verdenken - ebenso wenig kann man ihnen verdenken, als Begründung gegen weitere Zuwanderung interkulturelle Konflikte anzuführen ("Die passen nicht hierher"). Auch ist es nicht verwunderlich, dass Deutsche für Türken und Russlanddeutsche teilweise Geringschätzung hegen - machen sie doch immer wieder dadurch auf sich aufmerksam, als ethnische Gruppe Magnet krimineller Handlungen zu sein. Immerhin werden 30% der Gewaltverbrechen durch 8% der Menschen in diesem Land begangen: Diese 8% sind Ausländer. Vorsichtigen Schätzungen zufolge wird ein erheblicher Teil des "Rests" an Gewaltverbrechen von Passdeutschen ausländischer Herkunft begangen. Beide Male stellen Türken die mit Abstand größte Gruppe.

Was die Studie völlig ignoriert ist, dass auch linke Gruppierungen immer mehr zu den gleichen Ideen neigen. Oft habe ich schon die Hasspredigt des LINKEN-Chefs Oskar Lafontaine gegen "Fremdarbeiter" bemüht, die er im Juni 2005 gehalten hat. Sehr wohl bekannt ist auch der Wähleraustausch zwischen NPD und LINKE. Sehr wohl bekannt ist jedem, der des Lesens (in diesem Fall von Parteiprogrammen) mächtig ist, dass NPD und LINKE die gleichen Feindbilder teilen: Amerika, Israel, Kapitalismus. In Auftreten, Habitus und Symbolik gleichen sich Rechts- und Linksaußen immer weiter an - unlängst sorgte das Phänomen der "Nationalen Autonomen" für Aufsehen, eigentlich ein elementarer Gegensatz. 

Warum es zu derartigen Gedankenmustern kommt, lässt die Studie völlig offen. Stattdessen fordert sie die "Thematisierung des Skandals", dass es Rechtsextremes Gedankengut in die "Mitte der Gesellschaft" geschafft hat. Die Autoren stellen gar die These auf, dieser unterschwellige Radikalismus sei für die Demokratie gefährlicher, als konkrete, politisch motivierte Gewalttaten. Auch das ist blanker Unsinn. Man kann niemandem vorschreiben, was er zu denken hat. Unmanifestierte Meinungen sind garantiert weniger gefährlich für die demokratische Grundordnung dieser Republik als irgendwelche Skindheads, die konkret einen Farbigen verprügeln, konkret seine Grundrechte mit Füßen treten. Warum eine mutmaßlich rechtsextreme Meinung, die zu keinem nennenswerten Wahlerfolg rechtsextremer Gruppierungen führen konnte (und die NPD war zu keiner Zeit in irgendeinem Gremium so vertreten, dass sie Politik von Relevanz hätte machen können), deswegen für die Demokratie so gefährlich sein soll, ist mir ebenfalls schleierhaft. Als mündiger Bürger ist es mir selbstverständlich, Diskriminierung keinen Vorschub zu leisten, und offener Fremdenfeindlichkeit entgegenzutreten. Trotzdem muss ich eine ethnische Gruppe, egal welche es nun auch sei, nicht von Herzen mögen. Trotzdem kann ich als Mensch nicht umhin, manchmal einem Vorurteil zu erliegen. Wer behauptet, ihm wäre das noch nie passiert, dem unterstelle ich eine Lüge. Die Studie verliert ihren wissenschaftlichen Anspruch dadurch, dass sie Ressentiments mit gewaltorientierten Hassideologien gleichsetzt, und dadurch dem Extremismus auch noch Vorschub leistet: Entfernt sie doch die Menschen, die angeblich über solche Gedanken verfügen, weiter von der Überzeugungsarbeit gegen Ressentiments. 

Zurück bleibt der bittere Nachgeschmack, dass möglicherweise aus dem Kontext gerissene, unbedachte Aussagen Anlass zu diesem Resultat gegeben haben.




Bundestag beschließt Sicherheitsverwahrung für Jugendliche


Endlich, möchte man schreien. Endlich hat sich die etablierte Politik dazu durchgerungen, die Augen vor dem Ausmaß der modernen Jugendkriminalität nicht mehr zu verschließen.
Trotz allen Unkrufen sogenannter Experten und der Opposition haben die Regierungsfraktionen im Bundestag gestern die Einführung einer Sicherheitsverwahrung für Jugendliche beschlossen. Sie soll zur Anwendung kommen, wenn von einem zu mindestens sieben Jahren Haft verurteilten Jugendlichen eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht und nach Absitzen der Strafe angeordnet werden können. Beispielsweise für Täter wie die zwei kranken Halbstarken in Tessin, die im vergangenen Jahr grundlos die Eltern eines Bekannten mit Dutzenden Messerstichen niedermetzelten.

Verfechter einer Verschärfung des Jugendstrafrechts dürfen jetzt aber schon wieder die Stirn in Falten legen. Sicherheitsverwahrung wird schon bei erwachsenen Straftätern sehr selten angeordnet. Bei Jugendlichen dürfte sie wohl so gut wie nie verhängt werden. Von einer reellen Verschärfung des Jugendstrafrechts kann daher nur bedingt die Rede sein.

Sicherheitsverwahrung ist eine im Anschluss an die Haftzeit angeordnete weitere Haft, die in der Regel alle zwei Jahre einer Überprüfung unterzogen wird. Sie ist die einzige Haftstrafe, die im schwerwiegenden Falle tatsächlich bis zum Lebensende vollzogen wird. 




Malen nach Zahlen

Während die Politiker der regierenden Fraktionen und ihre de-facto-Kollegen des Führungsstabs der Streitkräfte, allen voran der windschnittige Generalinspekteur Schneiderhan, unlängst noch eine Ausweitung des Bundeswehrmandats für den Afghanistaneinsatz als "theoretische Diskussion" abtaten und geflissentlich den Eindruck erweckten, die Frage danach stelle sich gar nicht, wurde und wird hinter geschlossen Türen kräftig mit Zahlen jongliert. Bei manchen der angedachten Optionen für das weitere Verfahren am Hindukusch stellen sich dem Leser doch die Nackenhaare auf.

(Soldaten der bislang norwegischen Quick Response Force Regional Command North in Badghis; Foto: Wikipedia) 

Auf die Bundeswehr zukommende Sicherheitsrisiken wie Kampfeinsätze der Quick Reaction Force, die ab 1. Juli von den Norwegern übernommen wird, und die im kommenden Jahr in Afghanistan geplanten Wahlen erfordern mehr Personal. Außerdem soll die Ausbildung Afghanischer Sicherheitskräfte mit weiteren Soldaten und Polizisten vorangetrieben werden. 

Weil die Mandatsgrenze von 3500 Soldaten nicht überschritten werden darf, ist die Belastung besonders hoch - bedenkt man, dass von den 3500 Soldaten etwa 3000 im Norden Afghanistans stationiert sind, und sie dort für 7,8 Millionen Menschen in einem Gebiet von der Größe der ehemaligen DDR für ein sicheres Umfeld sorgen sollen. Zum Vergleich: In Deutschland kämen auf die gleiche Anzahl Einwohner rund 20000 Polizisten - und Deutschland ist kein Bürgerkriegsland.

Man kann als gesichert ansehen, dass die Bundesregierung am kommenden Mittwoch ihre Pläne verkünden wird, das Deutsche Kontingent auf 4500 Soldaten aufzustocken. Ferner ist davon auszugehen, dass diese Erweiterung noch eine respektable, wenngleich nicht überwältigende Mehrheit im Bundestag finden wird. Experten sehen das angesichts der neuen Herausforderungen an das Kontingent als das absolute Minimum einer Aufstockung. Tatsächlich sind bis zu 6000 Soldaten angedacht worden; Auch die Ausweitung des Einsatzgebietes auf Provinzen im Westen und vielleicht sogar im Osten sind Gegenstand der Überlegungen. Als sehr wahrscheinlich gilt auch, dass die Provinz Badghis, die derzeit noch zum von Italien kommandierten Bereich RC(W) gehört, dem Deutschen RC(N) zugeschlagen wird. Badghis gilt neben Nuristan im Osten als "Transit"-Provinz für Aufständische in Richtung Norden. Italien wird seit längerem Untätigkeit vorgeworfen, was die Unruheprovinz anbelangt. Bereits zweimal mussten Truppen des RC(N), darunter auch insgesamt mehr als 500 Deutsche Soldaten, an Kampfeinsätzen gegen mehrere hundert Taliban under dem Kriegsherren Qabir Bashir Haqqani teilnehmen, die von dort Angriffe im Norden vorbereitet hatten. Geht es nach der Bundeswehr, soll hier künftig mit härteren Bandagen als bisher gegen Taliban vorgegangen werden.

Zu befürworten ist die Idee, das Mandat auf mehr als die üblichen 12 Monate zu verlängern - so kann vermieden werden, dass Afghanistan zu sehr zum Wahlkampfthema wird und die Verlängerung des Mandats in die Zeit der Konstituierung des 17. Deutschen Bundestags fällt.




US NATO-Botschafterin: “Ich würde Russland gerne in der NATO haben”

 
"Als Mutter, Stratege und ein zeitlebens das russische Volk studierender Freund Russlands, würde ich gern in einer Welt leben in der Russland Mitglied der NATO sein und ihre hohen Ansprüche an Offenheit, Demokratie, Reformwillen und Rechtsstaatlichkeit erfüllen möchte, die jedes neue NATO-Mitglied erfüllen muss.", sagte Victoria Nuland, ihres Zeichens NATO-Botschafterin der Vereinigten Staaten, in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Gleichzeitig betonte Nuland, dass die Ukraine und Georgien, die sich seit längerem um die Mitgliedschaft im mächtigsten Militärbündnis der Welt bemühen, noch nicht für die Mitgliedschaft bereit seien: "Ich glaube nicht dass es auch nur ein NATO-Mitgliedsland gibt, dass denkt, die Ukraine und Georgien seien bereit (dazu)".

Man muss diese Aussagen wohl vor allem als Beschwichtigung gegenüber Russland sehen, das die NATO wohl kaum im eigenen Vorgarten haben will, und auch nach dem Ende des Kalten Krieges mit ihr noch militärisch aneinander geriet. Russland befindet sich im Dauerclinch mit allen Regierungen, die ehemals unter seiner Ägide standen und sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stärker am Westen orientieren. Dass Russland weit davon entfernt ist, diese angeblich so hohen Standards der NATO zu erfüllen liegt kurioserweise sowohl als Fakt auf der Hand, wie es gleichzeitig auch in Abrede gestellt werden kann: Bulgarien beispielsweise, das sich im Würgegriff des organisierten Verbrechens befindet und keineswegs eine stablie Demokratie ist, ist genauso Mitglied der NATO geworden.

Solange in Russland der (ehemalige) Präsident seine Gegenkandidaten jedenfalls ins Gefängnis werfen lässt…

 

(Foto: Präsidentschaftskandidat und Schachweltmeister Garry Kasparow wird bei einer Demonstration verhaftet und abgeführt)




Linke und Migrantenverbände machen Front gegen Einbürgerungsstests

 
Politiker von SPD und LINKE machen derzeit mit Unterstützung der Migrantenverbände Stimmung gegen den vom Bundesinnenministerium noch für diesen Herbst geplanten Einbürgerungstest, der für alle Bewerber um die Deutsche Staatsangehörigkeit zur Pflicht werden soll. Es handelt sich um einen schriftlichen Test mit 33 Fragen zu Politik, Geographie, Geschichte und Kultur Deutschlands. Um den Test zu bestehen, müssen gerade einmal 17 Fragen richtig beantwortet werden. Offenbar ist es aber unverfroren, Menschen, die Deutsche werden möchten, nicht nur Rechte zuzugestehen, sondern auch Pflichten abzuverlangen. Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele beispielsweise bezweifelte den Sinn der Pläne aufgrund der Tatsache, dass seiner Meinung nach wohl auch viele Deutsche die Einwanderungstests nicht bestehen würden. Dies ist leider eine nicht unberechtigte Annahme. Derselben Ansicht war Safter Çinar, Sprecher des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg, gegenüber der Onlineausgabe der WELT und äußerte nicht nur Zweifel ob des Abschneidens gebürtiger Deutscher, sondern warf der Staatsministerin für Integration Maria Böhmer auch vor, die Einführung zu unterstützen, womit sie "wieder einmal" beweise, ihrer Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Wo der Zusammenhang sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Warum es außerdem ein Grund gegen die Einführung des Tests sein soll, dass möglicherweise auch gebürtige Deutsche ihn nicht bestehen würden, erschließt sich mir ebenso wenig: Dass es derart minderbemittelte Landsleute gibt (siehe Fragen unten), ist traurig genug, aber wohl eher ein Grund, etwas in Sachen Staatsbürgerkunde zu unternehmen, anstatt die Praxis weiterzuführen dass jeder in diesem Land bleiben darf, egal wie wenig er mit der hiesigen Kultur vertraut ist und egal wie wenig Brocken Deutsch er spricht. Böhmer hat in ihrer Antwort auf diesen Vorwurf vollkommen recht: "Die Migrantenverbände fordern von uns immer politische Teilhabe ein. Die Vorraussetzung solcher Teilhabe", so Böhmer in der WELT, "ist doch aber, dass man sich auskennt."

Hier einige der Fragen, die vorab im SPIEGEL veröffentlicht wurden:  

Wie viele Bundesländer hat Deutschland?

  • 14
  • 15
  • 16
  • 17

Die parlamentarische Opposition im Bundestag…

  • …kontrolliert die Regierung.
  • …entscheidet, wer Bundesminister wird.
  • …bestimmt, wer im Bundesrat sitzt.
  • …schlägt die Regierungschefs der Länder vor
Was wollte Willy Brandt mit seinem Kniefall 1970 im ehemaligen jüdischen Ghetto in Warschau ausdrücken?
  • Er hat sich den ehemaligen Alliierten unterworfen.
  • Er bat Polen und die polnischen Juden um Vergebung.
  • Er zeigte seine Demut vor dem Warschauer Pakt.
  • Er sprach ein Gebet am Grab des unbekannten Soldaten.
Wann wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet?

  • 1939
  • 1945
  • 1949
  • 1951
Ab welchem Alter ist man in Deutschland volljährig?

  • 16
  • 18
  • 19
  • 21
In Deutschland sind Jugendliche ab 14 Jahre strafmündig. Was heißt das? Wenn Jugendliche gegen das Gesetz verstoßen, …

  • …bekommen die Eltern dieselbe Strafe.
  • …werden sie bestraft.
  • …bekommen sie keine Strafe.
  • …werden sie wie Erwachsene behandelt.
Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen heißt…

  • …Köln.
  • …Bonn.
  • …Düsseldorf.
  • …Dortmund.

Die richtigen Antworten sind farblich markiert. Mir ist bewusst, dass man die ein oder andere Antwort durchaus nicht kennen kann. Ich erinnere mich nur an einen ehemaligen Klassenkameraden zurück, der vermutlich nur Frage 5 hätte beantworten können, und kann deswegen sagen, dass diese Ignoranz selbst unter bayerischen Gymnasiasten existierte; Aber man muss ja lediglich 51.51 % der Fragen richtig haben, um die Einbürgerung zu erhalten - das lässt schon eine gewisse Fehlertoleranz zu, und wer das nicht zu erreichen schafft, dem ist nicht mehr zu helfen. Wenn Politiker wie Herr Ströbele also dies als Grund anführen, der gegen den Test sprechen würde, dann zeigt sich wieder einmal, wie schnell die Politik Ausflüchte dafür findet, wenn es gilt Probleme tatsächlich anzugehen.

Einbürgerungstests sind übrigens auch in so undemokratischen Staaten wie den USA, der Schweiz und Australien Standard. Schlimmer noch, in der Schweiz und in Australien müssen Bewerber um die Staatsbürgerschaft die jeweilige Landessprache fließend beherrschen - wenn man bedenkt, dass die von Migranten in der Schweiz geforderte Kenntnis des Hochdeutschen mit Schwyzerdeutsch, dass sich alle gebürtigen Schweizer zugestehen, nicht viel zu tun hat, ist das eigentlich nicht weniger "unverfroren".  




Wie Gutmenschen versuchen, Patriotismus zu kriminalisieren

 
"Patriotismus ist eine Tugend der Boshaften", sagte einst Oscar Wilde. Diesem Gedanken müssen sich anscheinend auch Grüne und Linke derzeit verpflichtet fühlen. Unlängst wurden drei Nachwuchspolitiker der Jungen Grünen dabei erwischt, wie sie auf eine Bundesflagge pinkelten und darauf herumtrampelten. Trotz der Strafbarkeit ihres Handelns - denn das "Verunglimpfen" des Staates und seiner Symbole kann in Deutschland mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden - wird diese Tat wohl ohne Folgen für sie bleiben. Belustigend ist, dass die Grüne Jugend ganz dringend alles auf eine Schmierenkampagne der Rechten abzuschieben versucht, nur weil die rechtsgerichtete Junge Freiheit als erstes Medium darüber berichtete. Nicht weniger in dasselbe Horn tutete unlängst Hans-Christian Ströbele, der für die Onlineausgabe des Tagesspiegels ein Essay über den derzeit durch die EM neu angefachten Patriotismus verfasste - genauer gesagt, dagegen. Von "Bauchschmerzen" schreibt Ströbele da, die er während der WM 2006 gehabt habe wegen der ganzen Fahnen. Von "Schlachtrufen" á la "Deutschland, Deutschland", die ihm nicht über die Lippen kämen. Lustig wird es, wenn Ströbele die Programmatik der Rechtsradikalen aufgreift um zu beweisen, dass das Wort "National" im Begriff "Nationalmannschaft" Fehl am Platz sei: "Das Nationale kommt bei der Nationalmannschaft leicht abhanden, wenn Podolski, Trochowski und Klose mit polnischer, David Odonkor mit ghanaischer Herkunft dabei sind.". Die Linkspartei-Politikerin Claudia Jobst findet Patriotismus gar "zum kotzen". Jobst hatte auf sich aufmerksam gemacht, als sie vor zwei Jahren bereits dazu aufgefordert hatte, Deutschlandflaggen in der PDS-Zentrale abzugeben…

Zum Thema falsches Traditionsbewusstsein halte ich mit Edmund Burke dagegen: "Menschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an die Nachwelt denken."

Alles was uns Deutsche derzeit eint, sind negative Gefühle: Scham, Zurückhaltung. Das wir weiter dazu gezwungen werden kleine graue Mäuse ohne Nationalempfinden zu sein, ohne Stolz empfinden zu dürfen bei dem Gedanken dass wir den Wiederaufbau nach dem Krieg geschafft und das DDR-Regime auf friedliche Art und Weise zu Fall gebracht haben, dass wir das Land der Dichter und Denker sind, der besten Bierbrauer und die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Erde, ja dass wir da kein Gefühl der Einheit empfinden dürfen, keinen Gedanken daran verschwenden können uns für die Allgemeinheit einzusetzen, ja das könnte doch Schuld an der derzeitigen Misere sein..?  Es hängt mir zum Halse raus dass sich Menschen, die über die Parteienfinanzierung auch noch von Vater Staat mit meinen Steuergeldern bezahlt werden, hinstellen und so einen geistigen Abfall loslassen dürfen…




Blogroll: Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz


Ein bisschen überraschender kommt doch die Tatsache her, dass auch Militärs im Umgang mit neuen Medien nicht unvertraut sind und selbst Internettagebücher betreiben: In diesem Fall ist es ein Videopodcast, und zwar von Luftwaffeninspekteur Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz höchstpersönlich.

 

(Gen.Lt. Klaus-Peter Stieglitz; Foto: Luftwaffe)  

Man merkt zwar, dass Stieglitz eher Lenker (oder sollte man sagen: Pilot?) als Redner ist (O-Ton: "Beispielsweise in Deutschland, oder auch in Schleswig-Holstein"), trotzdem ist der Podcast nicht uninteressant, wenn man mal von einem Profi etwas über den Traum vom Fliegen hören oder einfach die Vorzüge des neuen Eurofighter-Kampfjets erklärt bekommen will…

Kurios ist es allemal. Hier gehts zum Podcast des Inspekteurs der Luftwaffe.




Blogroll: Oswald Metzger

Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, welche Personen des öffentlichen Lebens so am bloggen sind, oder Videopodcasts mit ihrer Meinung zu Themen des Tagesgeschehens anbieten.

 

(Oswald Metzger; Foto: Bundestag)  

Bemerkenswert ist Beispielsweise das Weblog "Einspruch!" des Ex-MdBs und SPD- Grünen- CDU-Politikers Oswald Metzger, als Querkopf bekannter Finanzexperte. Politische Standpunkte lassen sich in seinem Blog genauso finden wie persönliche Ansichten zu aktuellen Ereignissen. Ein bisschen mit Vorsicht zu genießen, da Herr Metzger meiner Ansicht nach durchaus Standpunkte von allen dreien Parteien vertritt in denen er bislang Mitglied gewesen ist, aber dennoch lesenswert.

Hier gehts zu: Einspruch!